Freitag, 28. Juli 2017

Unsere West-Europa Kreuzfahrt mit der MEIN SCHIFF 3
zu den Cruise Days - leider ohne Teilnahme an der Auslaufparade
ab und bis Hamburg vom 09.09. bis 16.09.2017

Name : Mein Schiff 3     Baujahr (Taufe) :  12.06.2014  (Helene Fischer) in Hamburg     Bauwerft:  STX / Finnland   
Vermessung:  99.526 BRZ         Länge:  293,2 m        Breite:  35,8 m        Tiefgang:  8,1 m        Pax:  2.506
Schwesterschiffe (Neubauten) :  Mein Schiff 4 (2015),            Mein Schiff 5 (2016),            Mein Schiff 6 (2017)

Die Mein Schiff 1 (Galaxy) und Mein Schiff 2 (Mercury), werden 2018 und 2019 durch Neubauten  (111.500 BRZ)
unter gleichen Namen nacheinander ersetzt. Die "alten", ehemaligen Celebrity Schiffe, gehen dann als TUI Explorer 1
und Explorer 2, an die englische TUI Tochter Thomson Cruises.

Nachdem wir in den Jahren 2009 und 2010, das damals noch junge Konzept von TUI CRUISES, auf der, zu MEIN SCHIFF umgebauten Celebrity Galaxy - auf zwei je 10 tägigen Cruises - kennengelernt hatten, waren wir nun gespannt, auf den ersten, von inzwischen vier  Neubauten, die zwischen 2014 und 2017 fertig gestellt worden sind. Die Vorfreude stand gleichzeitig auch für das erneute Miterleben der Cruise Days Auslaufparade, ähnlich wie wir diese bereits 2010, auf der ersten  Mein Schiff schon miterlebt hatten. Während wir 2010 die Auslaufparade auf der Mein Schiff erleben konnten, fuhren Ede und Uschi auf der MS Deutschland (damals noch Deilmann), direkt vor uns.

So wie im Jahr 2010, hatten wir uns auch dieses Mal, mit Ede und Uschi - die sich dieses Mal ebenfalls für die MEIN SCHIFF 3 entschieden hatten - einen Tag vorher getroffen, um uns gemeinsam auf die Blue Port Atmosphäre einzustimmen. Am Nachmittag sind wir nach einem Kaffeetrinken in Blankenese, mit der "FRS - Kleine Freiheit" zurück zu den Landungsbrücken gefahren und hatten uns dort mit  einem leichten Essen im Steakhouse,  gestärkt. Um 20:30 h  hatten wir uns - auf eine einstündige Blue-Port-Fahrt - auf die  schöne Hanse Star  von Abicht begeben.



zum Vergrößern der Fotos diese anklicken                                        Fotoalbum 2017.09.08 - BluePort Hamburg  

Am Samstag den 09. Sept. fiel gegen 21:15 Uhr der Startschuß  für die Auslaufparade. Sie wurde angeführt von der AIDAprima, gefolgt von der Norwegian Jade und EUROPA 2.  Die  Mein Schiff 3, die dann folgen sollte, konnte sich wegen eines in der Schiffsschraube verfangenen Taus, leider nicht einreihen und blieb zurück. So hatten wir von dem tatsächlichen Verlauf der Auslaufparade nicht wirklich etwas mitbekommen, da die Mein Schiff 3 sich nicht für das Auslaufen einreihen konnte. Ohne die Mein Schiff 3 wurde die Auslaufparade mit der  EUROPA und MSC Preziosa fortgesetzt.  Die Eskorte von 24 Begleitschiffen und ein großes Feuerwerk, machten das spektakuläre Event für die Passagiere der teilnehmenden Schiffe komplett. 

Route mit der MEIN SCHIFF 3      ( mit unseren geplanten Ausflügen )
Hamburg   -    Seetag    -    Le Havre    -    Tilbury ( London )   -   Zeebrügge (nicht angelaufen)   Amsterdam ( Marken & Volendam )    -    Seetag    -    Hamburg


Es war nicht unsere Traumroute, sondern entsprach für uns eher, die einer Schnupperkreuzfahrt. Aber zusammen mit der Auslaufparade und dem Wunsch, diese Baureihe kennenlernen zu wollen, hatten wir unsere anfänglich, deutliche Zurückhaltung aufgegeben. Das es alles etwas anders kommen würde, hatten wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen wollen.
Das Routenbild wurde bereit gestellt von:  www.kreuzfahrtinfos.at                 Zum Vergrößern auf das Bild klicken


Sa.  09.09.   Einschiffung ab 13:00 h  -  Seenotrettungsübung:  18:15 h  -  Auslaufen:  Fehlstart !
Unsere Anfahrt klappte mit dem ÖPNV von Tür zu Tür in 35 Min. plus ca. 15 Min. Umstiegs- und Wartezeiten. Da gab es keinen Grund Taxendienste in Anspruch zu nehmen. Es war trocken und unsere Stimmung war besser, als das für die Woche angekündigte Wetter.
Die Einschiffungszeit dauerte für uns ab ca. 13:50 h etwa eine  knappe Stunde. Das war nicht wenig, aber immer noch angemessen. Privilegien gab es nur für Passagiere mit Suiten, wie sie von Freunden Uschi und Ede und Bekannten Jutta und Horst gebucht wurden. Der zeitliche Ablauf war insofern super, weil mit Zugang zu unserer Kabine, auch bereits unsere Koffer bereit standen.
Wie aus der Überschrift des Tages erkennbar ist, fand die Seenot-Rettungsübung, wie inzwischen üblich, ohne Rettungswesten statt. Nun kam das, womit niemand gerechnet hatte. Während die Auslaufparade Formen annahm, von der wir allerdings vom Cruise Center Grasbrook kaum etwas mitbekommen konnten, blieb die Mein Schiff liegen, weil zuvor ein Tau - von einem Schlepper - unglücklicherweise in  eine der Schiffsschrauben der Mein Schiff 3 getrieben wurde. So etwa hatten wir die verhängnisvolle Situation jedenfalls verstanden. Wir waren so enttäuscht, das ich die Details dazu garnicht so genau wissen wollte. Damit war die Teilnahme an der Auslaufparade gestorben. Nur wenige Bilder waren mir aus einem schlechten Blickwinkel möglich. Das Feuerwerk war praktisch am Ende, als Ingrid und ich noch etwas Platz im Bugbereich fanden. Hier waren die X-Lounge Nutzer klar im Vorteil, weil sie eine sehr gute Position im Bugbereich einnehmen konnten.





zum Vergrößern der Fotos diese anklicken                         weitere Bilder vom 09.09. vor dem Auslaufen hier 

So.  10.09.   Auslaufen  der Mein Schiff 3  um ca.  05:00 h  -  ein Tag auf See
Über die Enttäuschung des ausgefallenen, planmäßigen  Auslaufens im Zuge der Auslaufparade, waren wir sehr enttäuscht, weil damit der Hauptgrund der Reise, für uns weggefallen war. Innere Unruhe und gestört durch ein permanentes Geräusch, ließen mich nicht schlafen. So bekam ich mit, als sich die Mein Schiff 3, am Morgen, gegen 05:00 in Bewegung setzte. Von unserer Kabine auf der  Backbordseite aus, gab es nichts von Interesse zu sehen. Hier dann trotzdem mal zwei Bilder.



Diesen ersten und die weiteren Seetage Tag nutzten wir dazu, die Mein Schiff 3, etwas besser kennen zulernen. Mit ein paar direkten Bildern und einem Online Fotoalbum, werde ich versuchen, auf die vielen gelungenen Details, etwas näher einzugehen.





Die Kabine 8008 war mit ihren 17 Qm, eine  der typischen Balkonkabinen.  Ein Teil dieser Kab. haben das Bett am Fenster



Einige Bilder aus dem Innenbereich in zeitlicher Sortierung:




weitere Fotos des Innenbereiches der Mein Schiff 3  - Online Fotoalbum hier klicken


Einige Bilder aus dem Außenbereich in  zeitlicher Sortierung:






weitere Bilder des Außenbereiches von der Mein Schiff 3 im Online Fotoalben

Mo. 11.09.   LE HAVRE  von 11:30 h  bis  18:30 h
Aufgrund des um mehr als 7 Std. verzögerten Auslaufens in Hamburg, konnte auch die Anlaufzeit in Le Havre nicht gehalten werden. Mit der Ankunft um 11:30 h, waren die Passagiere aber noch gut bedient. Unseren gebuchten Ausflug nach Honfleur hatten wir aufgrund immer wieder einsetzenden Regens im letzten Moment, ohne Rückerstattungsanspruch gecancelt. Das sich das Wetter später allerdings beruhigte, konnten wir nicht wissen. Es war zwar schade, aber Honfleur hatten wir bereits zweimal besucht. Le Havre gehört zu den Häfen, die auf Westeuropa Routen nie ausgelassen werden.





Die.  12.09.   TILBURY (Port of  London) von  08:00 h  bis  ca. 13:00 h des nächsten Tages

Aufgrund der Wettervorhersagen hatte der Kapitän der Mein Schiff 3 entschieden, den geplanten Anlauf in Zeebrügge ausfallen zu lassen und statt dessen, die Nacht über, in Tilbury zu bleiben. Wir hatten an diesem Tag Glück mit dem Wetter und konnten so wenigstens unsere geplante Fahrt mit dem Zug (C2C) ab Tilbury Town  bis Fenchurch Street antreten. Die Wegstrecke bis zum Bahnhof wurde uns auf Nachfrage mit 15 Min. angegeben. Daraus wurden aber mindestens 30 Min. Wenn da von ungefähren 1,5 km die Rede war, müssten es statt dessen mindestens 1,5 Meilen gewesen sein. Wir hatten je ein Daily Ticket zum Preis von 17,20 GBP gelöst und hatten damit alle genutzten Strecken inklusiv. Die Fahrzeit betrug 40 Min. Die Station Fenchurch Street, liegt in der Nähe der Tower Bridge, die für uns - mit unseren eher mageren London Kenntnissen - ein geeigneten Ausgangspunkt war, da wir ohnehin nun schon zum dritten Mal vor hatten, wieder entlang der Themse, bis zum Westminster Pier zu spazieren. Uns geht es weniger darum, alle angesagten Touristenziele anzulaufen, sondern darum, wieder einfach einen schönen Tag in dieser, unter anderen auch gern besuchten Stadt zu erleben. "London Sightseeing: "With our own eyes". Unter diesem Motto, sind auch unsere Fotomotive zu sehen. Einige der Fotos, die ich an dieser Stelle zeige, haben wir im Bereich der St. Katharine Docks aufgenommen. Den Aufenthalt in diesem erholsamen Bereich, hatten wir sehr genossen.
Die Anlagen um den Tower of London und die Perspektiven in Richtung der Tower Bridge sind natürlich auch herrliche Fotomotive, sofern die Lichtverhältnisse für genügend Kontrast sorgen.










Unsere fußläufige Sightseeing Tour führte uns ab Tower Bridge nach Westminster, weiter über Whitehall bis zur Downing Street, dann über Whitehall Place wo sie schließlich an der Underground Station Embankment endete. Hier bestiegen wir die Metro und fuhren zurück bis zur Tower Hill Station. Von hier aus waren es nur noch wenige Schritte bis zur C2C Station Fenchurch Street.
Anders wie am Morgen, war der Zug voll und hauptsächlich mit Pendlern besetzt.  In der Nähe der Tilbury Town Station meldeten wir uns beim Taxi Service und ließen uns gleich danach, für 7 GBP  (inkl. Tip) zum Cruise Terminal fahren.
Die Aufenthaltszeit in Tilbury wurde zunächst auf die frühen Morgenstunden verlängert. Für einen Abendaufenthalt in Tilbury, wurde ein Shuttlebus angeboten. Für uns kam das nicht infrage, weil unser Ausflug nach London  in Eigenregie, mit mehr als 8 Std. bereits einem Ganztagesausflug entsprach und wir entsprechend müde waren. Die in Tilbury erwartete Columbus hatte die entsprechende Verspätung, so dass im Zuge dessen die Mein Schiff letztlich sogar bis in die Mittagszeit des 13.09. hinein in Tilbury verblieb.

Mi.  13.09.   Nicht planmäßiger Seetag  (wegen Ausfall von Zeebrügge)
Das Auslaufen der Mein Schiff 3 gegen Mittag, beinhaltete keine Möglichkeit zum Landgang. Der Tag wurde unabhängig davon, dass die Mein Schiff 3 noch in Tilbury wartend lag, als 2. Seetag ausgewiesen. Um noch etwas von Tilbury sehen zu können, hätten wir uns zum 2. Landgang am Abend zuvor entscheiden müssen. So blieben uns schließlich nur die "Bilder" während des Auslaufens.




Do. 14.09.     AMSTERDAM  von  07:00 h  bis  24:00 h
Anders wie in Le Havre, wo wir unseren gebuchten Ausflug nach Honfleur wegen Regen ausfallen ließen, wollten wir an unseren gebuchten Ausflug nach Marken und Volendam, in jedem Fall teilnehmen. Schließlich hatten wir auf vorangegangenen Reisen Amsterdam schon mehrfach dabei gehabt, aber letztlich auf Ausflüge außerhalb des Stadtbereiches verzichtet. Dieses war nun eine Gelegenheit, die wir uns auf keinen Fall entgehen lassen wollten.
Wir hatten Glück, dass es zumindest am Morgen trocken blieb und sogar die Sonne schien. Die Fahrstrecke betrug etwa 25 km und führte über Monnickendam. Marken ist eine Halbinsel, weil sie über einen Deich mit dem Festland verbunden ist. Sie hat hat etwa 2.000 Einwohner.






Nach einem Rundgang bzw. einem Aufenthalt von gut 45 Minuten, setzten wir unsere Busfahrt fort und fuhren in das ca. 17 km lebhaftere Volendam. Die Strecke führte zwangsläufig zurück über den Deich zum Festland und wieder vorbei an Monnickendam. Unser frei verfügbare Zeit von mehr als eine Stunde, reichte durchaus aus, um viele schöne Perspektiven im Ort einfangen zu können.







Gerade noch rechtzeitig fand sich die Gruppe am Bus ein. Dann fing es auch schon an, wieder mal kräftig zu regnen. Es war noch ein anschließender, halbstündiger Spaziergang durch Edam geplant, an dem allerdings nur wenige der Gruppe teilnahmen. So fuhr der Bus zunächst wartend an einen Wiedereinstiegspunkt, bevor dieser dann, ca. 25 Minuten später, mit der kompletten Gruppe zurück zum Schiff fuhr.

Das Auslaufen mit dem Wendemanöver in der Nacht, erlebten wir von der Kabine mit. Natürlich hätten wir von Deck 14 aus, mehr zu sehen bekommen, aber so wichtig erschien uns das nicht, um uns gegen Mitternacht dort einzufinden. Ganz so heiß macht selbst mich das nicht mehr, schon garnicht bei herbstlichen Temperaturen.






Fr.  15.09.    Dritter  Seetag  
Am Abend hatten wir uns noch einmal mit Uschi und Ede (Suitengäste) zum dritten gemeinsamen Essen, dieses Mal wieder im Atlantik Klassik Restaurant verabredet. Gepackt hatten wir schon vorher, weil wir noch vor hatten, nach dem Essen, die Schaubar aufzusuchen.

Sa.  16.09.   Ausschiffung
Als Hamburger, mit guter Anbindung an den ÖPNV bis vor die Tür, kamen wir zeitlich nicht unter Druck. Die Kabine stand uns bis 09:00 h  zur Verfügung. So konnten wir vorher noch in Ruhe unser Frühstück im Buffet Restaurant Ankelmannplatz einnehmen, bevor wir uns dann, von unserer Kabine aus, langsam in Richtung Ausgang bewegten. Somit hatten wir beste Bedingungen, für eine stressfreie Ausschiffung.


Zusammenfassung aller Eindrücke

Wir hatten uns für diese Reise erst entschieden, als fest stand, dass die Mein Schiff 3, tatsächlich auch an der Cruise Day Auslaufparade teilnehmen wird, weil uns - auch bezogen auf den Preis für eine Balkonkabine - das Schiff mit dieser Route, bei 200 Euro/Tag/Person nicht genügend Motivation zur Buchung lieferte. Allerdings konnten wir bei der Auswahl der Kabine nicht wählen, da es sich - nachdem bereits alle Kab. Kat. ausverkauft waren - nur um eine der Storno Kabinen handelte, die plötzlich immer mal wieder auftauchten. Für TUI ergab sich daraus eine Auslastung über 100% hinaus, denn wir hatten keinen sonst üblichen Preisvorteil davon gehabt.


Bei unsere Motivation diese Reise durchzuführen, hatten wir folgende Details im Blick:

1.  Der Reiz, die Cruise Day Auslaufparade nach 2010, noch einmal zu erleben.
2.  Der Reiz nun dadurch, eines dieser Schiffsneubauten kennen zu lernen.
3.  Von Le Havre aus, noch einmal wieder Honfleur zu besuchen (Ausflug)
4.  Von Tilbury aus in Eigenregie noch einmal einen Tag London genießen zu können.
5.  Von Zeebrügge aus, zum ersten Mal mit dem Cruise Express nach Brügge zu fahren (Buchung)
6.  Von Amsterdam aus, am Vormittag an einem Ausflug nach Marken und Volendam teilzunehmen     7.   Am Nachmittags fußläufig wieder einmal, mehrstündig entlang der Grachten zu spazieren.

Von diesen 7 gesetzten Vorhaben, fielen für uns wetterbedingt zu viele aus. Am schmerzhaftesten war für uns der Ausfall der Auslaufparade, durch "eine Verkettung unglücklicher Umstände". Ferner unser Vorhaben, nach Brügge zu kommen.



Unser Gesamteindruck vom Schiff:

Ich bin kein Schiffstester, der sich zur Aufgabe macht, ein Schiff mit seinen einzelnen Teilbereichen zu erklären und gegebenenfalls zu beurteilen. Insgesamt machte die Mein Schiff 3, unabhängig davon, was wir davon letztlich nutzten - nach einiger Zeit der Gewöhnung - auf uns einen sehr guten Eindruck. So haben wir an den 3 Seetagen, immer mal wieder "Besichtigungen" durchgeführt, um etwas mehr von den Details, was diese Baureihe ausmacht mitzubekommen.
Mit Nutzung der Bereiche und unserem subjektiven Wohlfühlempfinden, hatten viele dieser Bereiche, allerdings wenig zu tun.  Von daher beschränke ich mich auf das, worauf es uns im Wesentlichen, vergleichsweise ankommt.

1. Unsere Balkonkabine 8008
Nachdem wir uns an die ungewöhnliche Schrankaufteilung (über Eck), von der wir zunächst geglaubt hatten dass diese nicht reichen würde gewöhnt hatten, blieb nur nur noch die ungewöhnlich erscheinende Proportion des Schlafsofas als einer der ersten Kritikpunkte nach. Aber auch das störte uns nach kurzer Zeit nicht mehr. Am Ende blieb für uns ein rein positives Empfinden, unserer als  wohnlich zu bezeichnenden Kabine, mit einem relativ großen Duschbad und einem relativ großen Balkon mit guten Sitzmöbeln nach, Ferner gehörte zur Einrichtung ein guter Fernseher mit einem Infosystem, wie ich es mir an Bord von Kreuzfahrtschiffen, immer gewünscht habe. Nicht zu vergessen die Nespressomaschine, die wir auch zuhause zu schätzen wissen.

2.  Das Bufettrestaurant Ankelmannplatz  (Nutzung zum Frühstück und manchmal Mittags)
Wir hatten hier das Gefühl einer guten Übersicht der einzelnen  Selbstbedienungs-Bereiche. Das Restaurant gefiel uns in der optischen Gestaltung. Vom Platzgefühl, konnten wir gegenüber anderen Kreuzfahrtschiffen, keinen Unterschied feststellen. Für die Sauberkeit auf  den Tischen, wurde gut gesorgt.  Als außergewöhnlich, empfanden wir die Eistheke mit ihrer großen Auswahl, dazu eine stets schnelle Bedienung.


3.  Gosch Sylt,  am Ankelmannplatz
 (Nutzung 1 x am Mittag, 1 x am Abend mit Uschi und Ede)
Die Nutzung ist inkludiert, auch der Ausschank mit Weinauswahl. Die Tatsache des Vorhandenseins von Gosch, hatte uns positiv angesprochen.

4.  Tag und Nacht Bistro

Eine gute Einrichtung wie wir meinen, die wir z. B.  am Eischiffungstag genutzt hatten. Dieser Bistro kam z. B. mir entgegen, wenn es zu unüblichen Zeiten , nach Verzicht auf Mittagessen, ich dann doch etwas Appetit hatte.


5.  Restaurants Atlantik Klassik und Atlantik Mediterran
  (mit einigem an Kritik unsererseits)
Grundsätzlich fanden wir beide Restaurantteile optisch einladend schön. Doch gaben wir dem klassischen Stil - mit Tischdecken - gern den Vorzug. Wir hatten die Restaurants zu viert und auch nur zu zweit besucht. Das Angebot an Zweiertischen wirkte auf uns, nicht dem Bedarf angepasst.
Die Sitzplätze auf den von uns sonst so geliebten Bänken, waren unbequem, weil sie für uns einfach zuviel Tiefe hatten. Das Spotlicht von oben, wirkte zumindest auf meine Augen störend. An Vierertischen (als Ersatz für nicht angebotenen Zweiertisch) ließ man die anderen 2 Gedecke mit dem Gläserwald stehen, was wir einfach als ungemütlich empfanden. Vielleicht empfanden wir auch deshalb die Wartezeit zwischen den einzelnen Gängen, besonders lang.

6. Cafe Lounge
Hierhin hatten wir uns einmal von Jutta und Horst einladen lassen. Bei einer längeren Reise hätten wir uns wahrscheinlich auch mal das eine oder andere Mal dort aufgehalten. So aber gab es keinen weiteren Bedarf.   

7.  Abendunterhaltung
Zu unseren Hauptvergnügen an Bord gehört neben einen eher seltenen Theaterbesuch, genügend an Abendunterhaltung, mit Livemusik. Diese war mit der vielseitigen Band "Blizzards" durchaus vorhanden, allerdings weniger der Platz dafür. Mit anderen Worten, die "Schaubar" war deutlich zu klein, für ein Schiff dieser Größe, mit mehr als 2.500 Gästen an Bord. Das Platzangebot, mochte für ca. 250 Gäste reichen, wovon nur etwa 150 Gäste auch etwas sehen konnten.

8.  Speisen und Getränke

Wirklich zu kritisieren, hatten wir am Essen nichts. Wie so oft, wurde nicht immer heiß serviert oder auch mal  nicht immer voll unser Geschmack getroffen. Aber darauf will ich keineswegs herumreiten und abwertige Bemerkungen zum Essen machen wollen. Unsere Stimmung war durch mehrere Umstände, die ich nicht noch einmal im Einzelnen benennen möchte, nicht immer im Wohlfühlmodus. Damit will ich sagen, dass ein gedrückter Wohlfühlmodus, alles mehr in Frage stellen kann. An den im Restaurant ausgeschenkten Wein, hatten wir uns gewöhnt, waren aber doch zunächst überrascht, dass hier nur jeweils zwischen weiß, rose und rot gewählt werden konnte.

9.  Geschäfte  "Neuer Wall"
Auch wenn es hier bei uns nicht zum Kauf kam, war uns der Neue Wall mit seiner interessanten Auswahl, immer mal wieder ein Besuch wert. Auf einer längeren Reise mit einem höheren Wohlfühlempfinden, gäbe es sicherlich auch eine höhere Ausgabenbereitschaft.
 
10.  Personal  -  Leistungsbereitschaft und Freundlichkeit
Vorteil eines deutschsprachigen Schiffes, ist natürlich das Fehlen von Sprachbarrieren. Keine Frage, dass  sich das  auch irgendwie bemerkbar  gemacht hat, allerdings hatte dieses doch weniger mit dem Wohlfühlempfinden zu tun, als ich dachte. Im Vergleich zur Celebrity's Constellation, die uns auf der Asienreise, eine  bisher nie dagewesene Zufriedenheit bescherte,  wollte es bei der MS 3, nicht zu ähnlicher, angenehmen  Lockerheit, mit totaler Zufriedenheit kommen. Das soll heißen, dass wir auf der MS 3, deutlich mehr über personelle  Schwächen hinweg sehen mussten.  Ich muss allerdings fairer Weise hinzufügen, dass wir es auch auf Celebrity Schiffen, schon ganz anders erlebt hatten. Ferner hat jede Reise ihr eigenes, individuelles  Erlebnis, das sehr unterschiedlich wahrgenommen werden kann.

11.  Gästekultur  
Legerer geht es kaum noch. Das lässt sich allerdings sehr unterschiedlich bewerten.

12. Weiterempfehlung
Es ist wie immer eine Sache der Erwartungen. Hohe Erwartungen können zu Enttäuschungen führen, niedrige das Gegenteil erzeugen. Alle Darstellungen wie die von mir formulierten, sind subjektive Momentaufnahmen und beziehen sich auf dieses, eine gemachte Erlebnis. So will ich keineswegs den Eindruck hinterlassen, dass wir mit TUI Cruises, nicht wieder reisen würden. Allerdings erzeugt ein teils relativ hoher Preis, entsprechend hohe Erwartungen.

Fotos, Online Fotoalben
Meine Frau Ingrid nutzte ihre neue, sehr gewöhnungsbedürftige Panasonic Lumix DMC-TZ 101.
Ich selbst, meine neue Nikon D5600 (als Nachfolge von der D5100) mit vorwiegend 18-105 mm Objektiv (Cropfaktor 1,5). Die hier hochgeladenen Bilder sind auf eine Auflösung von 1600px mit teils sichtbaren Qualitätsverlusten skaliert. Dabei haben die Fotos hier, auch etwas an Kontrast und Helligkeit verloren.

Bericht mit Bild und Text: 
© Rainer Buch, Hamburg

vorbehaltlich Änderungen und Ergänzungen,  fertig gestellt am: 24.09.2017
einige vorgenommene Korrekturen, durchgeführt am:  05.10.2017

   
        

Kommentare:

  1. Hallo Rainer, wie immer ein perfekter Bericht. Nun mit der Unterstützung der Bilder frage ich mich, ob Deine Schilderungen von unterwegs nicht doch zu düster waren. Das Schiff macht doch einen perfekten Eindruck und Ihr habt in der einen Woche doch sehr viel schönes gesehen. Kajo

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    1. Danke Kajo, was ich von unterwegs geschrieben habe, entsprach der jeweiligen Stimmung, die unter dem Einfluss der missglückten Auslaufparade stand, die ein Hauptmotiv für die Buchung dieser Cruise war. Die Route allein ist eine Standardroute, die man teils deutlich, viel preiswerter buchen kann. Ich bin jetzt dabei, eine Zusammenfassung der Reise, auch mit meinen Eindrücken und meiner subjektiven Meinung zum Schiff, dem Bericht hinzuzufügen.

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  2. @Rainer,
    Du hast wieder einen ausgewogenen Bericht formuliert. Ich bin eher der Twitter Typ: kurz, knapp und emotional. Besonders Deine Fotos in den Alben sind immer wieder schön anzusehen.
    LG Ede

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    1. Danke Ede, am 16.09. war die Reise zu Ende, am 24.09. also heute, habe ich den Blog mit meinen Inhalten fertig gestellt. Das geht nur bei einer kurzen Reise wie dieser. Das heißt, dass sich die Arbeit damit auch in Grenzen hielt und ich somit auch mehr darauf achten konnte, dass möglichst wenig fehl interpretiert werden kann. Schließlich kennen mich nicht alle Leser so gut wie du. Sicherlich sehen wir uns irgendwann wieder mal auf einer anderen Reise.

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